altersvorsorge

Fondssparen als private Altersvorsorge

Neben den Produkten wie der Kapitallebensversicherung oder der privaten Rentenversicherung, welche schon seit Jahrzehnten für den Bereich der privaten Altersvorsorge genutzt werden, gibt es auch noch Finanzprodukte, die gemessen an dieser langen Zeit noch relativ neu am Markt sind, bzw. sich erst seit einiger Zeit als Altersvorsorgeprodukt durchgesetzt haben. Zu diesen Produkten zählt unter anderem auch die Anlage in Investmentfonds und das Festgeld. Der Kunde hat hier genauso wie bei der Rentenversicherung oder der Kapitallebensversicherung, durch regelmäßige Einzahlung eine bestimmte Rendite zu erzielen, und kann sich das Kapital dann im Alter verrenten lassen. Grundsätzlich fällt das Fondssparen in den Bereich der Wertpapiere, und wurde daher sicherlich auch eine lange Zeit nicht als Alternative zur privaten Altersvorsorge genutzt, da viele Anleger der Meinung waren, dass diese Form der Altersvorsorge zu unsicher wären. Wenn man sich allerdings einmal mit den Eigenschaften von Investmentfonds beschäftigt, kommt man sicherlich zu der Erkenntnis, dass es sich auch hier ab einer bestimmten Anlagedauer um ein relativ sicheres Produkt handelt.

Geldmarkt- und Rentenfonds

Grundsätzlich werden die Investmentfonds in drei Bereiche unterteilt. Es gibt zum einen die Geldmarkt- und Rentenfonds, wobei es sich um die sicherste Art von Investmentsparen handelt. Daneben hat der Kunde zudem noch die Auswahl zwischen Immobilienfonds und Aktienfonds, welche sich im Grunde als erste Alternative zur privaten Altersvorsorge durchgesetzt haben. Unabhängig davon, in welche der drei Arten der Kunde im Rahmen seines Fondssparplanes investieren möchte, funktioniert ein Investmentfonds immer auf die gleiche Art und Weise. Die einzelnen Fondsanteile, die der Kunde erwerben kann, werden im Rahmen eines speziellen Fonds von einer Investmentgesellschaft ausgegeben. Ähnlich wie Aktien, kann der Wert des einzelnen Anteils sinken oder steigen. Dieses richtet sich im Allgemeinen danach, wie sich die im Fonds enthaltenen Wertpapiere entwickeln. Der Wert des einzelnen Anteils wird errechnet, indem man das Gesamtvermögen des jeweiligen Fonds durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile dividiert. Fondsanteile werden zwar nicht wie beispielsweise Aktien oder viele Rentenpapiere an der Börse notiert, aber der aktuelle Preis wird im Grunde börsentäglich durch die Investmentgesellschaft berechnet und festgelegt. Die die Menschen die mit dem Thema Börse nichts am Hut haben, aber trotzdem anlegen wollen, lassen sich ihr Horoskop und Analysen von Profis geben, weil Sie glauben dass das Horoskop beim kauf von Aktien helfen könnte. Frei nach dem Motto, wenn die Sterne günstig stehen, dann kaufe ich Aktien.

Investmentsparen

Dem Kunden bieten sich besonders im Hinblick auf die Möglichkeit, das Investmentsparen als zusätzliche private Altersvorsorge zu nutzen, einige Vorteile bei dieser Anlageform. Während es sich bei den Geldmarkt-, Renten- und Immobilienfonds ohnehin um recht sichere Anlagealternativen handelt, ist inzwischen auch erwiesen, dass es sich ab einem gewissen Anlagehorizont auch bei den meisten Aktienfonds um sichere Anlagen handelt. Auf eine durchschnittliche Anlagedauer von mindestens 6 Jahren hin betrachtet war es in der Vergangenheit so, dass man in diesem Zeitraum im Durchschnitt nie einen Verlust gemacht hat, es sei denn, man hat in recht "exotische" Aktienfonds investiert. Aufgrund dieser Sicherheit eignet sich die Anlage in Aktienfonds natürlich auch für die private Altersvorsorge. Wegen dieser Tatsache, aber auch aufgrund der recht attraktiven Rendite gegenüber den Geldmarkt-, Renten- und Immobilienfonds, haben sich die Aktienfonds als meistgenutzte Fondsart im Rahmen der privaten Altersvorsorge durchgesetzt. Nicht zuletzt durch die Risikostreuung wird erreicht, dass an dieser Firm der Kapitalanlage inzwischen hinsichtlich ihrer Sicherheit trauen kann. Diese Risikostreuung ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass der Fonds nicht nur in eine Aktien, sondern in viele Unternehmen investiert. Würde nun ein Unternehmen Konkurs anmelden müssen und die Aktien sind demzufolge nichts mehr wert, macht das nur einen kleinen Anteil am Fondsvermögen aus. Hätte der Anleger jedoch in diese einzelne Aktie investiert, wäre mitunter sein gesamtes Kapital "vernichtet" worden. Eine andere Geldanlage sind Immobilien. Immobilien können zum Vermieten oder zum selber wohnen genutzt werden. Sollten Sie die Immobilien nach mehreren Jahren verkaufen, dann können Sie immer noch ein Teil Ihres angelegten Geldes zurück bekommen.

Rendite der Fonds

Auch die Rendite der Investmentfonds kann sich durchaus sehen lassen. Sie ist natürlich von der Anlagedauer abhängig, beträgt aber ab einer Anlagedauer von sechs Jahren aufwärts im Bereich der Geldmarkt- und Rentenfonds ca. 4 Prozent pro Jahr, bei den Immobilienfonds kann der Kunde mit ca. 5-6 Prozent rechnen, und bei den Aktienfonds war in der Vergangenheit sogar ein Ertrag von 8-10 Prozent pro Jahr zu erreichen. Zudem ist das Fondssparen sehr flexibel, da man die Fondsart jederzeit wechseln kann und bestehende Anteile verkaufen kann, ohne dadurch einen Renditeverlust zu erleiden, wie beispielsweise bei der Kapitallebensversicherung.