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Neue Produkte zur Altersvorsorge

Im Bereich der privaten Altersvorsorge ist es sehr wichtig, sich vor der Entscheidung, in welches Finanzprodukt man investieren möchte, umfassend über die jeweils in Frage kommenden Alternativen zu informieren. Von Banken und Versicherungen werden sowohl Standardprodukte, als auch sehr spezielle Produkte für die private Altersvorsorge angeboten. Zu den "alteingesessenen" Produkten in diesem Bereich gehören beispielsweise die Banksparpläne, Rentensparverträge, Kapitallebensversicherungen, sowie das Investmentfondssparen. Nicht dazu gehört unter anderem der Fotokalender. Dennoch bemühen sich die Anbieter stets auf Neue, gerade für den Altersvorsorgebereich neue Produkte an den Markt zu bringen. Diese neuen Produkte sollen sich natürlich von den "Älteren" in möglichst positiver Art und Weise unterscheiden. Oftmals werden aber auch schon sehr lange bestehende Formen der Geld-und Kapitalanlage praktisch neu für den Bereich der Altersvorsorge entdeckt. Im Folgenden werden einige dieser "neuartigen" Produkte etwas näher erläutert.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Zu den relativ neuen Finanzprodukten für den Bereich der privaten Altersvorsorge gehören die Fondsgebundene Lebensversicherung und die Fondsgebundene Rentenversicherung. Es handelt sich bei beiden Versicherungen im Grunde um die ursprünglich bekannte Kapitallebensversicherung bzw. die private Rentenversicherung in Form eines Vertrages. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Sparbeiträge des Kunden von der Versicherung nicht in verschiedene Arten von Finanzprodukten wie beispielsweise Rentenpapiere oder Anleihen investiert werden, sondern in Investmentfonds. Oftmals kann der Kunde sich sogar selber entscheiden, in welche Art von Fonds oder in welchen speziellen Fonds sein Kapital seitens der Versicherung investiert werden soll. Der große Vorteil der Fondsgebundenen Versicherung gegen den herkömmlichen Varianten soll für den Kunden aus zwei Komponenten bestehen. Zum einen ist die Anlage in Investmentfonds, besonders in Aktienfonds, rentabler als das Investment in Rentenpapiere, zum anderen soll die Versicherung für den Kunden flexibler werden. Während eine vorzeitige Verfügung bei der Renten- oder Kapitallebensversicherung nur sehr schwer und unter Verlusten für den Kunden möglich ist, kann er im Rahmen der Fondsgebundenen Versicherungen jederzeit Teile oder das gesamte Kapital verfügen, oder auch in andere Fonds umschichten lassen. Die höhere erwartete Rendite sowie die Flexibilität haben allerdings den "Preis", dass es keine garantierte Rendite mehr gibt. Der Kunde sammelt im Rahmen der Fondsgebundenen Rentenversicherung und Lebensversicherung Fondsanteile an, die dann zum gültigen Preis am Tag der Fälligkeit verkauft werden. Der Kunde bekommt dann den Erlös in einer Summe bzw. als Rentenzahlung ausgezahlt. Insgesamt betrachtet haben die Fondsgebundene Lebensversicherung und die Fondsgebundene Rentenversicherung aber sicherlich einige Vorteile gegenüber den älteren Produkten dieser Kategorie.

Immobilien als direkte und indirekte Altersvorsorge

Wie man an dem Beispiel der Fondsgebundenen Versicherungen gesehen hat, versuchen die Banken hinsichtlich der Altersvorsorgeprodukte vor allem die Flexibilität der Angebote zu verbessern. Sicher sollen die Produkte ohnehin stets sein, eine noch höhere Rendite ist auch aufgrund der Sicherheitsbestimmungen nur sehr schwer möglich, von daher bleibt es im Grunde nur, die Flexibilität zu verbessern, wie es beispielsweise bei der Fondsgebundenen Versicherung der Fall ist. So werden oftmals bekannte Produkte etwas variiert oder zwei Produkte miteinander kombiniert, sodass anscheinen ein ganz neues Produkt entstanden ist. Ein altbekanntes Produkt im Finanzbereich, welches aber seit einiger Zeit erst einen richtigen Boom hinsichtlich der Nutzung als private zusätzliche Altersvorsorge erlebt, ist das Investment in Immobilien. Und tatsächlich gibt es gute Gründe, auch die Immobilie als sehr gute private Altersvorsorge anzusehen. Im Gegensatz zu einigen anderen Alternativen ist die Immobilie als Anlage beständig, nicht sehr inflationsgefährdet und bietet auch noch einen recht guten Ertrag. Man kann Immobilien zum einen in der Form direkt als Altersvorsorge nutzen, in dem man gekaufte Objekt vermietet oder verpachten und im Folgenden durch die Miet- oder Pachteinnahmen ein zusätzliches Einkommen hat, dass natürlich auch als private Altersvorsorge genutzt werden kann. Zum anderen kann man die Immobilie auch indirekt als Altersvorsorge nutzen, indem man sie schon frühzeitig erwirbt, die Hypothekendarlehen abbezahlt hat, und daher im Alter keine Belastungen oder Miete mehr zahlen muss. Der Wegfall von Mietkosten ist oftmals in Geld ausgedrückt mehr wert, als wenn man zwar eine separate Altersvorsorge in Form einer Lebensversicherung oder Ähnlichem hat, aber im Gegenzug viel Kapital für die Mietzahlung "verloren" geht.