Ungeeignete Produkte zur Altersvorsorge
Im Finanz- und Versicherungsbereich gibt es eine Vielzahl von Produkten, die von den Kunden zur Geld- und Kapitalanlage genutzt werden können. Allerdings ist ebenso zu beachten, dass nicht jedes Produkt für jeden Verwendungszweck geeignet ist. Daher unterscheidet man die verschiedenen angebotenen Finanzprodukte zum Beispiel hinsichtlich der Rendite oder der Sicherheit. Gerade für den Bereich der privaten Altersvorsorge ist es wichtig, dass Anlageprodukt sehr sorgfältig auszuwählen, da man oftmals über Jahrzehnte hinweg sein Kapital in dieses eine Produkt investiert. Da es sich um eine zusätzliche private Rente handelt, auf die man später im Alter unter Umständen angewiesen ist, muss das wichtigste Merkmal der Anlageform auf jeden Fall sein, dass es sich um eine sehr sichere Finanzprodukt handelt. Es gibt bestimmte Anlagen, die als klassische Kapitalanlage für die private Altersvorsorge bezeichnet werden. Dazu gehören zum Beispiel die Rentensparpläne der Banken, private Rentenversicherungen, Kapitallebensversicherungen, Immobilienanlagen oder Investmentfondssparen. All diese genannten Anlageformen sind relativ sicher und bieten zudem zumindest eine durchschnittliche gute Rendite an.
Derivate und Termingeschäfte
Neben den erwähnten Produkten gibt es natürlich noch weitere Anlageformen, die man für die private Altersvorsorge nutzen kann. Allerdings gibt es ebenso viele Geldanlagen, die absolut nicht geeignet sind, um diese zur privaten Rentenvorsorge zu nutzen. Auf diese Produkte soll im Folgenden etwas näher eingegangen werden, da es natürlich für den Kunden auch wichtig ist, die Produkte erst einmal zu kennen, die er nicht für die Altersvorsorge nutzen sollte. Um zunächst einmal mit den Produkten zu beginnen, die man auf keinen Fall für im Rahmen der Altersvorsorge nutzen sollte, sind hier als Erstes die Derivate und Termingeschäfte zu nennen. Darunter fallen zum Beispiel alle Arten von Optionsscheinen oder auch Zertifikaten. Diese Finanzprodukte sind zum einen nicht geeignet, weil sie zumeist eine begrenzte Laufzeit von maximal 2-3 Jahren haben, und zum anderen hochspekulativ sind. Sowohl bei den Optionsscheinen als auch bei Zertifikaten ist es möglich, dass der Kunde im schlimmsten Fall sein gesamtes investiertes Kapital verlieren kann, und das wäre natürlich eine Katastrophe, wenn dieses Kapital eigentlich als Altersrente dienen sollte. Ebenso wenig zu empfehlen sind alle Arten von Anlagen, die auf Fremdwährungen basieren. Natürlich kann man von der Rendite her beispielsweise mit einer Südafrika-Rand Anleihe sehr hohe Gewinne erzielen, aber auch hier besteht ein erhöhtes Risiko, dass man evtl. sein Kapital nicht zurück erhält.
Aktien
Grundsätzlich kann man also festhalten, dass alle risikoreichen Finanzprodukte absolut nicht für ein Investment in Richtung der privaten Altersvorsorge geeignet sind. Ein recht umstrittenes Produkt in diesem Zusammenhang sind die Aktien. Während einige Experten der Meinung sind, diese eignen sich ebenfalls aufgrund ihres erhöhten Risikos nicht für die Altersvorsorge, sehen andere Experten dieses etwas anders. Sie sind der Auffassung, dass man nicht grundsätzlich sagen kann, das Aktien auf eine lange Anlagedauer hin betrachtet ein erhöhtes Anlagerisiko darstellen, sondern das es darauf ankommt, welche Aktien der Kunde auswählt. So ist es natürlich eine Tatsache, dass beispielsweise die deutschen DAX-Werte eine größere Sicherheit bieten, als z.B. Aktienwerte aus den so genannten Schwellenländern. Und tatsächlich, schaut man sich beispielsweise einmal den Aktienkurs der Deutschen Bank AG an, so hat sich dieser innerhalb der letzten 15 Jahre versechsfacht. Zudem handelt es sich bei den meisten DAX-Werten um so große und wirtschaftlich gesunde Unternehmen, dass hier ein sehr geringes Insolvenzrisiko besteht. Von daher kann man sicherlich die Aussage bestätigen, dass es bei der Anlage in Aktien als Altersvorsorge auf die Auswahl ankommt.
Geldmarktfonds, Schatzbriefe und Finanzierungsschätze
Abgesehen davon, dass eine Anlageform, die zur privaten Altersvorsorge genutzt werden soll, kein größeres Anlagerisiko aufweisen sollte, so eignen sich auch viele Produkte nicht aufgrund ihrer Laufzeit und oftmals damit zusammenhängenden niedrigen Rendite. So handelt es sich zum Beispiel bei Geldmarktfonds, Schatzbriefen und Finanzierungsschätzen des Bundes um sehr sichere Anlagen, aber da es sich jeweils um Anlagen aus dem kurzfristigen Bereich handelt, ist auch die Rendite zu niedrig, um für eine Anlagedauer von mitunter Jahrzehnten, wie sie bei der privaten Altersvorsorge üblich ist, geeignet zu sein.
